Besuch in San Francisco und Chamanga vom 15.-17.06.2017

Erneut wurden Otfried Hinger und Katrin Kübber überall sehr herzlich empfangen!

Schulzentrum San Francisco:

die Schulanlage erscheint in ganz neuem Bild: seitens der Regierung wurden die Schulräume erstellt, erdbebensicher, rostfrei; die Schulanlage um diese neuen Klassenräume herum mit Wegen und Kies sauber hergerichtet, sodass die Kinder bei, manchmal monsunartigem Regen (wir haben es erlebt) immer noch gehen können (Trainage im gesamten Schulzentrum). In mehr als 30 Jahren wurde diesbezüglich auch bisher unglaublich gute Arbeit seitens der Schulleitung geleistet. 

Insbesondere gibt es wieder einen klimatisierten Computerraum und die für den Elementarbereich errichteten Räume.

 

Spendenfinanziert wurden die Küche und der Speiseraum nahezu fertiggestellt, es fehlen noch die Regalbretter und eine Tür, aber der Regen in letzter Zeit war so heftig, dass das Holz noch nicht getrocknet ist.

 

Wir hatten viel Kontakt zu Menschen im Ort, aber auch in Muisne, die immer wieder über die Folgen des Erdbebens berichten, vor allem der Sorge, dass es erneut dazu kommen könnte, nachdem es zahllose Nachbeben innerhalb der vergangenen 14 Monate gegeben hat.

 

Auch in Muisne hat sich viel getan: die Zeltstadt ist abgeräumt, die Leute konnten in eine Siedlung mit kleinen Mehr-familienhäusern umgesiedelt werden. Auch der direkte Kontakt zur vorgelagerten Insel wurde über eine Fußgängerbrücke hergestellt. Dort sind die verheerenden Auswirkungen noch immer auf Schritt und Tritt anhand der Häuser zu sehen. Aber die Menschen gehen wieder ihrem Alltag nach.

 

 

 

 

 

Chamanga: Auch hier wurde die Zeltstadt abgeräumt, die Familien leben nun wieder in eigens erstellten Häusern, aber auch in kleinen selbst erstellten, sehr einfachen Holzhäusern. - In der von den Spendengeldern und uns unterstützten Familie muss der Junge erneut am 19.06.2017 in die Klinik um sein Bein erneut zu operieren. Der Nagel muss entfernt und durch einen neuen, auch durch das körperlich bedingte Wachstum, ersetzt werden. Die Operation wird kompliziert werden, und kostet die mittellose Familie erneut Geld. - Ihr Zelthaus ist mehr als defekt nach 14 Monaten Hitze und Regen, sie sind gerade dabei sich ein festeres Holzhaus zu bauen, aber es fehlen einfach die Mittel. Aber ein Wohnen in dem Zelthaus ist nahezu nicht mehr möglich. Sie erhalten auch keine Unterstützung seitens der Regierung. - Am Freitag, 23.06.2017 werden wir, Ehepaar Hinger, sie erneut besuchen und uns über die aktuelle Lage ein Bild verschaffen. 

 

 

 

Besuch in San Francisco und Chamanga vom 19.-21.04.2017

San Francisco:

Der von den Spendengeldern finanzierte Küchen- und Speiseraumneubau konnte fast, aber auf Grund der Regenzeit nicht so schnell wie geplant, erstellt werden. Ein gesonderter Raum wird die Wasserbehälter und die Wasserpurifizierungsanlage beherbergen, daneben befindet sich der Küchenraum mit der bereits eingebauten Küchenzeile, den Herden und der Gefriertruhe und nebenan der Speiseraum. Erstellt wurde der gesamte Bau unter gewachsenen Bäumen, sodass der Platz nicht der prallen Sonne ausgesetzt ist. - 

Besucht haben wir wieder Familien, die zum einen vom Erdbeben betroffen waren, aber auch andere Familien, die von weiteren erdbebenunabängigen Schicksalschlägen getroffen wurden. 

Miriam hat ihren 5-wöchigen Einsatz, Kindern in ihren derzeitigen Schulferien und einer Mitarbeiterin der Fischerkooperative Unterricht in Englisch und Computerkenntnissen zu erteilen erfolgreich abgeschlossen. Am Montag, 24.04.2017 beginnt wieder der Schulunterricht. 

Chamanga:

Am heutigen Tag musste der Junge wieder in die Klinik nach Esmeraldas gebracht werden, sein Bein war stark geschwollen, es wächst mit den eingesetzten Materialien nicht richtig zusammen. Wir hoffen, dass keine Amputation erforderlich werden wird. Die Mutter ist sehr traurig, der Vater ist mit ihm in der Klinik. Alejandro, der unermüdliche Schwiegersohn, zeigte uns dennoch den Rohbau ihres Hauses in das dann die gesamte Familie nach Fertigstellung einziehen wird. Das Zelt wird bis dahin wohl gerade noch halten. - Vielleicht könnten wir die Fertigstellung im Juni noch erleben. 

So sahen wir viel Entwicklung - aber erlebten auch Grenzen und Tragisches. 

 

 

16.04.2017 - 1 Jahr danach

Sehen und hören Sie selbst - eine Bilanz. Sie werden die Namen Pedernales und Muisne hören und Eindrücke erhalten, die wir selbst gesehen haben. 

https://www.youtube.com/watch?v=R1OLz6s2NH4

In der Provinz Muisne - in Chamanga und weiter nördlich in San Francisco - durften wir dank Ihrer Spendengelder helfen und haben die beiden Gemeinden regelmäßig besucht. Lesen Sie dazu gerne die Berichte auf 'Aktuelles'.

 

 

Katrin Kübber und Otfried Hinger konnten sich von dem Neubau der Schulküche und dem Speiseraum unter der Leitung von Schulleiter Jorge Santos bei einem Besuch v. 24.-26.02.2017 im Schulzentrum in San Francisco überzeugen. - Am 24.02.2017 war der letzte Schultag vor den Schulferien, die Großen müssen anfangs März noch ihre landesweiten gleichzeitigen Examen schreiben. - Auch die Wasserbehälter und die Wiederaufbereitungslager finden ihren Platz, die Plattform wurde soeben zementiert. Erkennen können Sie die fest eingebaute Küchenzeile, das gekaufte Holz für das Dach, die neuen, von der Regierung erbauten Klassenräume, und die Schönheit des Ortes an einer unglaublich faszinierenden Bucht. - Wenn nur noch die Touristen kommen würden - die neu asphaltierte Straße lässt hoffen...

Wir wurden wie alte Freunde empfangen, haben etliche Familien besucht, noch im Zelt oder im wieder hergestellten Haus, wir hoffen, dass es wieder Zukunft gibt, wozu Ihre Spenden sicher beigetragen haben! Die Armut ist deprimierend, aber wir hoffen mit den Familien auf eine ein klein wenig bessere Zukunft! Wir danken Ihnen im Namen der Kinder und der unermüdlichen Schulleitung unter Jorge Santos! - Alle Materialien werden von ihm selbst, zusammen mit einem Lehrerkollegen, eingekauft, teilweise selbst transportiert, sodass wir mit den Baukosten hinkommen! Wir danken allen Helfern von ganzem Herzen!

Auf ein Wiedersehen mit den Menschen vor Ort im April freuen wir uns schon heute!

Es ist uns eine ganz außerordentlich große Freude, dass eine junge deutsche Frau, die ihr Studium und ihre Promotion im Fach Chemie abgeschlossen hat, am 16.03.2017 nach San Francisco gehen und dort für die Kinder, je nach Bedarf, Ferienkurse geben wird. Sie wird dort für ca. 5 Wochen verweilen! Unglaublich, dass sich jemand dafür Zeit nimmt! Alles Gute für sie! Sie wird dort herzlich willkommen sein, auch das durften wir bei unserem Besuch erleben!

Scheckübergabe an Schulleiter Jorge Santos

Stephanie Hinger, Pfrin. i.R., war mit ihrem Mann Otfried Hinger am 18.02.2017 in San Francisco, um den Beginn der spendenfinanzierten Neubauten der Schulküche und des Speiseraumes zu sehen, weiter zu planen, einen weiteren Scheck zu überreichen und den Einsatz von M. zu besprechen. Da ab März Schulferien sind wird sie Ferienkurse für interessierte SchüllerInnen anbieten!

In Chamanga besuchten wir die Familie des am Bein geschädigten Jungen, deren Zeltdach inzwischen sehr unter den Witterungsbedingungen gelitten hatte. Der Junge selbst kann an Krücken bedingt wieder gehen, aber längst noch nicht regelmäßig zur Schule. - Ihnen konnte nochmals mit einer Spende geholfen werden, sodass sie ihr Zelthaus mit Holz ummanteln können.

Auch den Gottesdienst der Pfingstgemeinde in Chamanga hatten wir besucht, um anschließend sofort die 7-stündige Rückfahrt nach Quito anzutreten, um bei Tageslicht (bis 18 h) noch zu Hause anzukommen.

 

 

Planung

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Dr. Heike Brieschke, Gemeindevizepräsidentin und Jorge Santos, Schulleiter

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Übergabe Hockerkocher 11/2016

Unsere Hilfe geht weiter - mit dem Küchen- und Speiseraum-Neubau in San Francisco. Alles ist geplant, der Bau kann beginnen, nachdem die Toilettenanlage schon seit einiger Zeit fast fertig gestellt ist. Bitte helfen Sie uns, dass wir diesen dringend notwendigen Bau noch finanzieren können. Wir können nur sagen:

VERGELT'S GOTT!

Für viele Kinder, deren Familien noch in Zelten oder unsicheren Häusern wohnen, ist es die einzige warme, vollwertige Mahlzeit am Tag. Ihren Teller, ihr Besteck und ihr Trinkgefäß bringen sie vielfach mit und entlohnen die Mahlzeit mit ein paar Cent. Viele Frauen vom Ort arbeiten in der Küche, verwendet werden heimische Lebensmittel. Eine neue Gefriertruhe, ein Hockerkocher und weitere Küchenutensilien haben sehr geholfen. Alles ist bei dem Schulleiter und seinem Team in besten Händen. Sie sollten die Freude bei den Mahlzeiten erleben! Wir durften es bei unserem Besuch!

Die Gefriertruhe und die Wasseraufbereitungsanlage (s.u.) werden in einem angrenzenden Bau ihren Platz finden. So hat das purifizierte Wasser eine direkte Leitung in die Küche. Hervorragend!

Bitte öffnen Sie Ihr Herz, helfen Sie uns weiterhin, erzählen Sie es Ihren FreundInnen. DANKE!

 

 

Neu - es gibt Trinkwasser - aber wir benötigen noch Behälter!

Dank hervorragender Kooperation mit Waterstep über eine einheimische Expertin konnte der Schule ein System zur Herstellung purifizierten Wassers im Januar 2017 übergeben werden. Verantwortliche der Schule wurde in die Handhabung eingeführt, Fachleute aus USA wollen sich die Anlage im April 2017 vor Ort anschauen. - Die Schule, das konnten wir am 18.02.2017 feststelllen, ist sehr dankbar für dieses System, sodass die Kinder nicht mehr (heimlich) schlechtes Wasser trinken. Das Wasser ist kostenlos. Die Kosten des Betriebes übernimmt die Schule, kann aber zukünftig auch noch Wasser im Ort an Familien verkaufen. Es ist von einer Win-Win-Situation auszugehen.

Um für die Kinder auf dem Schulgelände das Trinkwasser zugänglich zu machen benötigen wir noch mindestens 5 Behälter - wir hoffen, auch diese noch finanzieren zu können!