Unsere Hilfe

Wir unterstützen 2 Kinder im Projekt AM-EN mit Reit-, Physio-, Logo- und Atemtherapie, einen jungen, schwerstbehinderten Mann in FUDRINE (Fundación Diagnóstico, Rehbilitación e Integración del Niño Especial, sowie einzelne bedürftige Personen, wie beispielsweise eine junge blinde Frau, für die diese Unterstützung lebensnotwendig ist.

AM-EN

Seit einigen Jahren unterstützen wir die Arbeit der ecuadorianischen Stiftung AM-EN (Amor y Energie = Liebe und Energie), die mit Hilfe der „Global Rehabilitation auf Grundlage der Reittherapie“ vielen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen hilft, Erleichterung bei ihren Behinderungen/Krankheiten zu finden. Menschen, die an Down Syndrom, Gehirnlähmung, Autismus, multipler Sklerose, Poliomelitis leiden, aber auch Blinde, Taube und weitere Zielgruppen können sich beim Reiten entspannen, ihre Muskulatur aufbauen, Selbstbewusstsein entwickeln, in freundschaftliche Beziehung zu einem Tier treten. Begleitet wird die Reittherapie auch von einer Aroma- und Physiotherapie sowie betreutem Werken und anderen Tätigkeiten. Auch die Eltern werden von AM-EN unterstützt – durch Seminare und workshops und durch die Teilnahme an festlichen Veranstaltungen (z.B. zu Weihnachten). Auβerdem bieten ihnen die Stunden, in denen ihre Kinder gefördert werden, die Möglichkeit, sich mit Leuten, die sich in der gleichen Situation wie sie befinden, auszutauschen und auch einfach einmal auszuspannen und neue Energie für ihren schwierigen Alltag zu sammeln.

Bei AM-EN arbeiten auf Freiwilligenbasis in Reittherapie ausgebildete Physiotherapeuten und weitere junge Leute – meist aus deutschsprachigen Ländern – die sich voller Elan sozialwirksam einbringen möchten.

Unsere deutschsprachige Gemeinde unterstützt mit zwei vollen Patenschaften die Arbeit von AM-EN. Unsere Patenkinder Henry und Diana kommen jeden Mittwoch zu ihrer Therapie (s.u.).

 

 

Unser Patenkind Henry Velastegui, *01.12.2004 in Yaruqui

Henry leidet seit Geburt an einer Infantilen Zerebralparese, die unheilbar ist und weswegen er viele und sehr teure Medikamente einnehmen und Behandlungen erhalten muß.

Seine Mutter, Diana Caiza, ist alleinerziehend, der Vater hat die kleine Familie verlassen, weil er kein behindertes Kind haben wollte.

Henry und seine Mutter wohnen bei Dianas Eltern, das Geld reicht nicht für eine eigene kleine Wohnung aus.

Dank unserer monatlichen Spenden kann der Junge an den Therapien in der Fundacion AM-EN teilnehmen. Neben der Reittherapie bekommt Henry in der Fundacion auch Physiotherapie, Logopädie und Aromatherapie. Er entspannt sich ( besonders bei der Reittherapie ) und erlebt Momente ohne Spastik und Krämpfe. Henry ist ein sehr fröhliches Kind - sicher geprägt durch die Liebe und positive Energie der Mutter!

 

Unser Patenkind Diana Salzar, *28.9.1995 in Panchua ( Provinz Cotopaxi )

Diana leidet seit Geburt an einer infantilen Zerebralparese. Glücklicherweise muß sie kaum Medikamente einnehmen, nur teure Vitaminpräparate. Wenn wir ihr während der Therapie deutsche Lieder vorsingen, beginnt sie herzlich zu lachen und versucht auch zu reden. Durch das viele Sitzen im Rollstuhl hat sie extreme Kontrakturen.

Diana ist das erste von 4 Kindern, weswegen die Mutter Marcia nicht arbeiten gehen kann. Dank unserer Spenden kann Diana an den hilfreichen Therapien teilnehmen, die ihr viel Freude bereiten und zugleich unersetzlich sind.

Besuch am 11. November 2015

Wir, Alexandra Berning (ehemalige Pfarramtssekretärin) und Otfried Hinger (Ehemann von Pfarrerin i.R. Stephanie Hinger), besuchen die beiden Patenkinder der deutschen Gemeinde:

Henry treffen wir bei der Physiotherapie an. Er freut sich sehr über den Besuch seiner 'Padrinos'. Fast könnte man meinen, er würde mich wiedererkennen. Auch seine Mama unterhält sich gerne mit uns. Henry ist sehr auf die laufende Therapie angewiesen, ebenso auf die teuren Medikamente. Der Mutter wäre sehr geholfen, wenn wir ihr davon 1 Rezept abnehmen würden. Liebevoll, wie Henry auch zu unserem kleinen Hund Kontakt aufnimmt!

 

Diana kommt kurze Zeit darauf direkt zur Reittherapie. Auch sie freut sich sehr über den Besuch ihrer Padrinos. Wir erleben mit, wie sehr sie sich bei den Runden mit dem Pferd entspannt, sich freut und lacht. Ihre Mutter bestätigt, dass sie sich jede Woche sehr auf das Pferd freut. Auch nach der Aromatherapie ist sie ein glückliches 'Kind'. Stunden, in denen sie entspannt. Liebevoll, wie Diana ihre kleine Schwester zu sich auf den Rollstuhl holt!

Ganz direkt können wir miterleben, wie wichtig diese Therapien, die wir mit unserem monatlichen Beitrag unterstützen, für Diana und Henry sind. Sie freuen sich sehr über unseren Besuch und versuchen mit uns gestenreich, über Blickkontakt und Lachen zu kommunizieren. Beide Mütter berichten ausführlich über den Alltag mit ihren Kindern.

Nach 3 intensiven Stunden, auch Gesprächen mit den Helfenden, verabschieden wir uns, alle hoffen, dass wir wiederkommen. Dieses Versprechen werden wir versuchen einzuhalten! Auch Begegnung und Gespräche erscheinen hilfreich und wichtig zu sein! Wir haben erlebt, wie liebevoll die MitarbeiterInnen der Fundacion auf die Kinder eingehen!

Wir danken Claudia Schiel an dieser Stelle nochmals ausdrücklich und ganz herzlich dafür, dass sie diese Unterstützung initiiert und über lange Zeit hinweg selbst regelmäßig und aktiv begleitet hat! Beide Mütter denken daran gerne zurück!

Anlässlich der beiden zeitnahen Geburtstage und Weihnachten, sichern wir den Müttern zu, den Kindern etwas zu schenken und sie bezüglich der medizinischen Hilfen einmalig, zusätzlich zu unterstützen. (Bericht: Otfried Hinger)