Unsere Kirchengemeinde stellt sich vor

Unsere deutschsprachige evangelisch-lutherische Gemeinde Quito ist Mitglied der Iglesia Evangélica Luterana del Ecuador (IELE). Unsere Partnergemeinden sind die englischsprachige Advent-Saint-Nicholas Gemeinde und die spanischsprachige Gemeinde El Adviento. Wir teilen uns die Kirche und das Gemeindezentrum in der Isabel la Católica in Quito (Adresse s. Impressum) und feiern zusammen im Verlaufe des Jahres zu unterschiedlichen Anlässen, insbesondere zum Reformationstag und Gründungstag am 1. Advent einen gemeinsamen 3-sprachigen Gottesdienst (Culto Unido).

In Guayaquil feiern wir (meist) monatlich einen evangelischen Gottesdienst in deutscher Sprache im Centro Alemán.

Mit der deutschprachigen katholischen Gemeinde St. Michael in Quito verbindet uns die Ökumene. Wir feiern gemeinsam Schulgottesdienste und den Weltgebetstag oder gestalten die Kinder- und Jugendbibeltage zusammen und laden uns zu weiteren Gemeindeveranstaltungen wie Basaren gegenseitig ein.

Kirchlicherseits unterstützen wir 2 schwer behinderte Kínder im Projekt AM-EN und einzelne Personen in Not. - Wir brauchen dazu auch Ihre Hilfe!

Aktuell sammeln wir Spenden für das Projekt Erdbebenhilfe 2016 um als evangelische Gemeinde längerfristig Unterstützung leisten zu können.

Die Reformation - der Reformator

Eine Auftaktveranstaltung zu Beginn des 500. Jahrestages im Oktober 2016 läutete das Reformationsfestjahr ein. Zahlreiche Prediger ecuadorianischer evangelisch-lutherischer Gemeinden versammelten sich in unserer Kirche und hörten auf Referate zur Frage, wie kann Luther als (deutscher, in seiner Kultur Lebender) in der ecuadorianischen und vielfältig religiös geprägten Kultur als Impulsgeber verstanden und adaptiert werden.

Am Sonntag, 30. Oktober 2016, feierten wir im festlichen Culto Unido den Reformationstag in 3 Sprachen. Weitere Veranstaltungen begleiten uns durch das Festjahr.

Vergessen wollen wir nicht die Vorläufer der Reformation, wichtige Impulsgeber, ob zum Thema 'Zurück zur Bibel', Kritik an der Amtskirche, zurück zur Armut und Nächstenliebe. Viele fanden ihr Ende auf dem Scheiterhaufen, leben aber in den Bewegungen weiter, die daraus entstanden sind. Einige Namen, von deren Wirkungsgeschichte wir heute leben, seien in historischer Reihenfolge und unterschiedlicher Themen stellvertretend genannt: Franz von Assisi, Petrus Waldes; Jan Hus, Girolamo Savonarola; der Theologe John Wyclif und der spitzfindige Philosoph Hieronymus von Prag; die bibeltreuen Katharer; der Philologe Philipp Melanchton; Johannes Calvin, der Schweizer Reformator Huldrych Zwingli; der Württemberger Reformator Matthäus Alber und viele andere mehr, die das reformatorische Gedankengut regional umsetzten.

Genannt seien stellvertretend auch Frauen, die sich mutig positionierten, denen die Worte der Bibel Vertrauen und Gewissheit gaben, und damit ihre Stellung riskierten und sich öffentlicher Kritik aussetzten: Argula von Grumbach (1492-1554); Elisabeth Cruciger (1500-1535); Katharina Zell (1497-1562); Marie Dentière (1495-1561).