Auftaktveranstaltung 2016

Eine Auftaktveranstaltung zu Beginn des 500. Jahrestages im Oktober 2016 läutete das Reformationsfestjahr ein. Zahlreiche Prediger ecuadorianischer evangelisch-lutherischer Gemeinden versammelten sich in unserer Kirche und hörten auf Referate zur Frage, wie kann Luther als (deutscher, in seiner Kultur Lebender) in der ecuadorianischen und vielfältig religiös geprägten Kultur als Impulsgeber verstanden und adaptiert werden.

Am Sonntag, 30. Oktober 2016, feierten wir im festlichen Culto Unido den Reformationstag in 3 Sprachen. Weitere Veranstaltungen begleiten uns durch das Festjahr.

Vorläufer, Zeitgenossen und VertreterInnen der Reformation

Vergessen wollen wir nicht die Vorläufer der Reformation, wichtige Impulsgeber, ob zum Thema 'Zurück zur Bibel', Kritik an der Amtskirche, zurück zur Armut und Nächstenliebe. Viele fanden ihr Ende auf dem Scheiterhaufen, leben aber in den Bewegungen weiter, die daraus entstanden sind. Einige Namen, von deren Wirkungsgeschichte wir heute leben, seien in historischer Reihenfolge und unterschiedlicher Themen stellvertretend genannt: Franz von Assisi (1181-1226) und Petrus Waldes (um 1170); Jan Hus (1370-1415), Girolamo Savonarola (1452-1498); der Theologe John Wyclif und der spitzfindige Philosoph Hieronymus von Prag; die bibeltreuen Katharer (13. Jh); Meister Eckhardt (1260-1328) und seine Schüler Johannes Tauler (1300-1361) und Heinrich Seuse (1295-1366); der Philologe Philipp Melanchton (1497-1560); der Schweizer Reformator Huldrych Zwingli (1484-1531); Johannes Calvin (1509-1564), die Brüder vom gemeinsamen Leben, zurückgehend auf Thomas von Kempen (1380-1471), die Graf Eberhard 1477 in seine Residenz nach Urach holen ließ und der Württemberger Reformator Matthäus Alber (1495-1570); Erasmus von Rotterdam (1467-1536) und viele andere mehr, die das reformatorische Gedankengut regional umsetzten.

Genannt seien stellvertretend auch Frauen, die sich mutig positionierten, denen die Worte der Bibel Vertrauen und Gewissheit gaben, und damit ihre Stellung riskierten und sich öffentlicher Kritik aussetzten: Argula von Grumbach (1492-1554); Elisabeth Cruciger (1500-1535); Katharina Zell (1497-1562); Marie Dentière (1495-1561).