So leben wir als Gemeinde

Wir feiern den Gottesdienst nach evangelisch-lutherischer Gottesdienstordnung.

Wir leben miteinander ...

... treffen uns mehrmals im Jahr zum Seniorennachmittag

... tauschen uns aus

... beim sonntäglichen Kirchcafé

... beim jährlichen Gemeindeausflug

... laden uns ökumenisch, interkulturell zu unseren Basaren ein

... genießen Luther ganz sinnlich

Denken an unsere deutsche (Kultur-)Geschichte - hier Fall der Mauer

Feiern Taufen, Konfirmation, Abendmahl, Trauungen und - so will es das Leben - treffen uns bei Beerdigungen

... und Gottesdienste in anderen Liturgieformen

... zu unterschiedlichen Anlässen - hier: Eröffnung des 500. Reformationstages

Engagieren uns im sozialen Bereich

... und für Kinder!

 

 

Unsere Orgel

Der Ton macht die Musik – der Anfang unserer Orgel

Christian Lohs, der sich vom Anfang unserer Kirche im Jahre 1958 an auch für unsere Orgel eingesetzt hat, erinnert sich noch gut daran und schreibt dazu:

"Die Orgel hat für mich persönlich eine schöne Geschichte. Als die Kirche fertig war und Frau Dr. Wille über der Altarwand einen handgearbeiteten Butzenscheibenfries angebracht hatte, der später durch einen anderen ersetzt werden musste, fehlte ein Instrument, um den Gesang der Gemeinde zusammenzuhalten und zu untermalen. Herr Dr. Wille, Albert Maag und ich installierten die Orgel, die viele Jahre später von meiner Patentochter Gisela Heuer sonntags gespielt wurde. Der Zahn der Zeit und die Feuchtigkeit nagten so an der Orgel, dass sie vor vielleicht 20-30 Jahren nicht mehr gespielt werden konnte. Man kam zu mir und ich kannte einen Schweizer der die Orgel wieder fachmännisch hinkriegen konnte." So erfreute die Orgel wieder das Menschenherz wenn sie gespielt wurde.

Der Ton macht die Musik – aber unsere Orgel ist erneut defekt.

Nach Auszügen aus Ruth Stoffels Berichten in 2 Gemeindebriefen im Jahre 2014:

Nach Weihnachten 2013 gab unsere Kirchenorgel ihren Geist auf, nachdem sie nun in der Vergangenheit regelmäßig von Gerhard Gareis, Ruth Stoffel und Otfried Hinger gespielt wurde. Mit Otfried Hinger zusammen konnten wir eine Ventilfeder wieder an den richtigen Platz befördern und den Dauerton „abschalten“, aber es war klar, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis wieder eine Ventilfeder aus der Verankerung springt. Deshalb machten wir den Schweizer Orgelbauer Jürg Arnet ausfindig, der uns die Ventile ausbessern sollte, damit unsere Orgel in neuem Glanz erstrahlen kann und hoffentlich wieder einige Jahre problemlos funktionieren sollte.

Der Ton macht die Musik – die Wiederinstandsetzung unserer Orgel

Gesagt – getan: Jürg Arnet, Orgelbauer, erklärte sich freundlicherweise dazu bereit, „die Königin der Instrumente“ zu reparieren. Es zeigte sich: auch dieses kleine Instrument erfordert eine genauso sorgfältige und sachkundige Arbeit wie die großen Orgeln. - So hatte Jürg zu Hause alle Ventile neu aus Holz nachgebaut und mit einem extra aus Deutschland mitgebrachten Filz neu beklebt. Fast eine Woche lang arbeitete er in der Kirche, setzte die neuen Ventilleisten mit den alten Federn ein und stimmte anschließend das Instrument neu – ein Vorgang der Geduld und ein gutes Gehör erfordert. Doch schließlich war es soweit: noch vor Ostern war die Orgel wieder einsatzbereit und konnte im Gottesdienst erklingen.

Der Ton macht die Musik – Das Orgelkonzert

Nun war die Gelegenheit geschaffen für ein Orgelkonzert. Ruth Stoffel und Otfried Hinger gaben dieses im Rahmen des Regionaltreffens der lateinamerikanischen Pfarrerinnen und Pfarrer am 2. Mai 2014. Zu hören war ein buntes Potpourri an Orgelmusik, es reichte von Bach, über Pachelbel, bis hin zu zeitgenössischer Musik. Der Eintritt war frei, der Einladung folgten alle drei Sprachgemeinden.

Die Geschichte der Orgel und ihrer Klänge geht weiter -

In einer Stunde der Kirchenmusik erklangen am 07. November 2014 unter dem Motto „Cantus firmus des Lebens – mal in Dur, mal in Moll“ auf unserer Orgel Werke in C, c und F, f zum 1. Teil des mit dem Bayrischen Filmpreis 2005 ausgezeichneten Filmes „Die große Stille“, einem Film über die „Grande Charteuse“, das Mutterkloster des Schweigeordens „Die Karthäuser“.

In einem Orgelkonzert am 20. Dezember 2014 spielte Kantor Roland Voit aus Hagen (D) in virtuoser und präzisester Art und Weise Orgelwerke von Johann Sebastian Bach (Pastorale in F-Dur und 2 Choralvorspiele zu "Nun komm der Heiden Heiland"), Georg Friedrich Händel (Orgelkonzert in B-Dur), Dietrich Buxtehude (Präludium und Fuge in g-moll) und Charles Avison (Orgelkonzert in D-Dur). Im letzten Drittel des Konzertes erklangen erneut Orgeltöne von J.S.Bach: "In dulci jubilo", Toccata und Fuge in d-moll und der Choral "Jesus bleibet meine Freude". - Die Orgel war in der schon festlich geschmückten Kirche am Abend bei Kerzenlicht in ihren warmen, freundlichen, klanglich vielfältigen und ansprechenden Tönen zu hören. Es war ein in die Adventszeit passendes inniges und die Herzen für die göttliche Weite öffnendes Konzert.

Aber nicht nur in Konzerten sondern auch regelmäßig in unseren vielfältigen Gottesdiensten hat uns unsere Orgel treu begleitet. Dafür sind wir auch im Jahr 2014 sehr dankbar!

2015 - bis heute:

Am 06. Februar 2015 folgte der 2. Teil der Reihe Orgelmusik zum Film "Die große Stille", dem Film über die „Grande Charteuse“, das Mutterkloster des Schweigeordens „Die Karthäuser“. Es war faszinierend, in das entschleunigte Leben der Karthäuser Mönche einzutauchen, dabei den Orgelklängen zu lauschen und in aller Ruhe den Handlungsabläufen im immer gleichen Rhythmus der Mönche bei lebendigen, mal ruhigen, mal dissonanten, mal kraftvollen, mal melodiehaften oder Tutti-Klängen der Orgel, gespielt von Otfried Hinger, zu folgen. Das war ein Abend der inneren Einkehr.

Seither leistet unsere Pfeifenorgel, mit der wir sehr glücklich sind, ihren treuen Dienst in den Gottesdiensten und wird immer wieder von unserem treuen Orgelbauer Jürg Arnet überholt und repariert, wenn es erforderlich ist, so wie erneut am 16.02.2017 - Herzlichen Dank an ihn!

Die Musik - in einer akustisch überzeugenden Kirche

Solisten, Orchester, Chor - eine Freude!

Wir freuen uns sehr, wenn sich immer wieder jemand bereit erklärt, unentgeltlich oder gegen ein geringes Honorar in unserer Kirche zu spielen oder zu singen.

Leisten können wir uns das nicht, aber es ergeben sich für alle Beteiligten sehr schöne Momente der Begegnung - aus Künstlern und Zuhörern entsteht meist etwas Gemeinsames, vor allem auch dann, wenn Deutsche hierher zurück kehren oder hier leben oder einfach Freude schenken wollen oder ecuadorianische Freunde mit ihren Kulturklängen bereichern - oder deutsche Lutherlieder singen. Klangwelten und Erlebnisse, die uns innerlich bereichern. - DANKE!